Aufstellungsarbeit

Eine Aufstellung ist eine Methode, dein Thema und das innere Geflecht an Gefühlen, Gedanken, Erinnerungen und prägenden Personen, die damit in Verbindung
stehen, bewusster zu machen und innere Verstrickungen und Blockaden zu lösen. Dabei nutzen wir den physischen Raum - dein Zuhause oder meine Praxis -, um das Thema sicht- und fühlbarer werden zu lassen und eine Veränderung zu erarbeiten. 


Aufstellungsarbeit wird auch Familienaufstellung, systemische Aufstellung oder Strukturaufstellung genannt. Die Methode ist vielseitig anwendbar. Sie eignet sich sowohl für das Einzelsetting, als auch für Gruppen. Derzeit biete ich nur Einzelaufstellungen an, diese sowohl vor Ort in meiner Praxis, als auch per Telefon oder Video. 

Im Vorgespräch arbeiten wir in einem ersten Schritt genauer heraus, was dein Anliegen ist. Dieses kann jede Form haben: von emotionalen Blockaden über zwischenmenschliche Konflikte, familiengeschichtliche Themen oder körperliche Beschwerden/Erkrankungen bis hin zu schwierigen Entscheidungen. Ziel einer Aufstellung ist es dabei, die tieferliegenden Ursachen für deine Beschwerden aufzudecken und einen Lösungsweg zu ermöglichen. Dabei gehen wir Schritt für Schritt vor, und ich unterstütze dich dabei, den Zugang zu tieferen Ebenen deiner Intuition und deines Wissens zu öffnen. 

Ablauf

Und so nutzen wir den Raum dafür: Wir beginnen mit deiner Frage (z.B. ,,Warum fühle ich mich in letzter Zeit so traurig, obwohl eigentlich gar nichts passiert ist?''). Ich werde dich dann bitten, einen Ort im Raum sowie evtl. auch eine Körperhaltung zu suchen, die für diese Frage stehen. Und dorthin dann einen Stuhl zu stellen, auf den du dich setzt und mit geschlossenen Augen in die Frage vertiefst. Du verwandelst dich gewissermaßen in die Frage, was der Erfahrung nach tiefere Antworten ermöglicht als ,,einfach so'' nachzugrübeln. Wenn ein Bild, ein Gedanke, eine Assoziation, eine Erinnerung... auftauchen (z.B. ,,Ich sehe plötzlich meine Oma vor meinem inneren Auge, aber ich weiß nicht, warum.''), wiederholen wir hiermit die Methode. Die Frage ,,Was hat meine Oma damit zu tun?'' bekommt ebenfalls einen Ort im Raum und du vertiefst dich nun in diese. Wir arbeiten uns Schicht für Schicht voran, bis die Antwort auf deine Frage klar(er) wird. Im Raum wird im Verlauf immer deutlicher, welche Personen, Aspekte, Gefühle etc. für dein Thema wichtig sind, und wie diese miteinander zusammenhängen. Es entsteht eine räumliche Skulptur deines Themas.

Ich verbinde mich während der Aufstellung mit meiner hellfühligen Intuition und unterstütze dich durch Impulse, Informationen, Rückfragen, Spiegelungen, Übungen...

Dabei geben wir allen Gefühlen Raum, die sich zeigen und ausdrücken möchten. Es geht beim Aufstellen nicht vorrangig um das intellektuelle Verstehen - wobei dies auch hilfreich ist -, sondern in erster Linie darum, gestaute Gefühle und verfestigte innere Verstrickungen zu lösen sowie tiefere Einsichten zu gewinnen. Daher nehmen wir uns viel Zeit für alle Gefühle, Erinnerungen, Worte, Bilder, die sich in dir zeigen und ausdrücken möchten. Und wir widmen uns in aller Ruhe der Klärung von Beziehungen. Dafür arbeiten wir zum Beispiel mit der Technik, dass du abwechselnd für verschiedene Anteile, Personen oder Gefühle sprichst, indem du dich jeweils auf ,,ihren'' Stuhl setzt, so dass ein Dialog deiner inneren Anteile untereinander ermöglicht wird. Dabei denkst du dir nichts ,,im Kopf'' aus, sondern folgst ganz dem, was sich durch die Anbindung an deine Intuition auf dem jeweiligen Stuhl ausdrücken möchte. Dieser Dialog kann vielseitige Formen annehmen. Beispiele sind: dein Veränderungswunsch und deine Veränderungsangst verhandeln so lange miteinander, bis sie sich auf eine gemeinsame Linie geeinigt haben, sodass du im realen Leben deine Lähmung aufbrechen und den nächsten Schritt machen kannst. Oder: Du sagst zu deinem Vater (egal, ob dieser noch lebt) alles, was ausgesprochen werden möchte, und antwortest auch an dessen Stelle - dabei werden oft Motive und Hintergründe des Handeln der Eltern bewusst, die diese nie erklären wollten oder konnten. 

Diese Dialoge helfen dabei, eine Entscheidung zu treffen, mit schmerzlichen Situationen in der Vergangenheit Frieden zu schließen, Vergebung für dich selbst oder andere zu erlangen, lange Ungesagtes auszusprechen... 
Im Laufe der Aufstellung veränderst du die räumliche Skulptur entsprechend deinem inneren Prozess. Mehr und mehr zeichnet sich ein Lösungsweg ab. Innere Anteile oder Personen, die entzweit waren, rücken vielleicht näher zusammen oder der Mut zur Veränderung nimmt sich in der Mitte des Raumes seinen Platz. 

Die Aufstellung endet dann, wenn wir beide das Gefühl haben, dass alles, was sich an diesem Tag zeigen und lösen möchte und kann, geschehen ist.

Eine Alternative zur Arbeit mit Stühlen (oder symbolischen Gegenständen bzw. entsprechend beschrifteten Zetteln auf dem Boden o.Ä.) ist die Tischaufstellung: dabei verwendest du Figuren und stellst dein Thema, wie der Name sagt, auf einem Tisch auf. Ein Vorteil ist, dass du dein Thema so ganz unmittelbar von oben betrachten, bearbeiten und auch photographieren kannst. Die Figuren können verschiedener Art sein: z.B. Schleich-Tier-Figuren (gute Symbolik) oder Playmobil-Figuren, verschiedene Steine, Muscheln, Blätter, Blüten, kleine Objekte aus deiner Wohnung, die du dir intuitiv greifst...

Häufige Fragen

Was, wenn ich das nicht ,,kann'', wenn ,,nichts kommt''? 

Die Antwort ist einfach: so, wie es ist, ist es gut. Zum einen ist es auch Übungssache, sich wie beim Aufstellen in innere Anteile zu ,,vertiefen'' und nicht ,,aus dem Kopf'' zu sprechen. Und zum anderen gibt es dabei kein Richtig und kein Falsch, vielmehr gehen wir davon aus, dass das, was sich zeigt, immer das ist, was ,,dran ist''. Zeigt sich also ,,nichts'', betrachten wir dies als das Thema und gehen dem auf den Grund. Vielleicht kennst du dies dann auch aus anderen Lebenssituationen, dass du weniger fühlst, als du dir wünschen würdest, dich als ,,nüchtern'' oder ,,abgeschnitten'' empfindest. Die Sitzung dient dann dazu, die Hintergründe dieser Abgeschnittenheit von den eigenen Gefühlen zu erforschen und Heilungsschritte zu ermöglichen. Die Seele bringt immer das an die Oberfläche, was gerade ''dran ist'', und sobald dies ausreichend gelöst ist, kann sich zeigen, was darunter ist und als nächstes Aufmerksamkeit erhalten möchte. 

In jedem Fall gilt wie immer bei mir: genau so, wie du bist, und genau da, wo du gerade stehst, bist du willkommen!

Muss ich ''spirituell sein'' oder an irgendetwas glauben, um eine Sitzung machen zu können? Brauche ich Vorerfahrung?
Die Antwort ist auch hier einfach: nein. Das Einzige, was du mitbringen solltest, sind Neugier auf dich selbst, die Offenheit für die Begegnung mit deinen Themen, und die Bereitschaft, dich Gefühlen zu stellen, die dabei vielleicht hochkommen, und die möglicherweise erstmal nicht angenehm sind. Denn: nur, was fließen darf, kann sich auch wandeln, und nur was gewürdigt und angenommen wird, kann heilen. 

Wenn du Fragen zu mir und meinem eigenen Weg hast, findest du Informationen darüber im Menüpunkt ,,Über mich''.

 “Bis wir uns das Unbewusste bewusst machen, wird es aus dem Verborgenen unser Leben lenken und wir werden es für Schicksal halten.”
(nach Carl Gustav Jung)